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smartpatient erhält Felix-Burda-Award für SMS gegen Darmkrebs

28.08.2015 20:52
Das Klinikum Rechts der Isar und das junge Münchner Unternehmen smartpatient wurden für die beste Darmkrebs-Präventionsidee mit dem Felix-Burda-Award 2015 prämiert.
smartpatient erhält Felix-Burda-Award für SMS gegen Darmkrebs

Sebastian Gaede, Julian Weddige (beide smartpatient), Dr. Benjamin Walter (Klinikum Rechts der Isar) und Jochen Schropp (Laudatio) beim Felix-Burda-Award 2015

„Für eine effektive Früherkennung sind wir auf die gute Vorbereitung des Patienten angewiesen“ sagt Dr. Benjamin Walter vom Klinikum Rechts der Isar in München. „Eine sichere Erkennung von Polypen erfordert vorab eine gründliche Reinigung des Darms“.

Auf der Suche nach einer Lösung wandten sich Dr. Walter und sein Team an das Münchner Startup smartpatient. Die Unterstützung und Motivation von Patienten per Smartphone-App ist das Kerngeschäft von smartpatient. Dieses Prinzip auf die Vorbereitung der Darmspiegelung zu adaptieren, erschien naheliegend. Doch es kam anders. „Anstatt einer Diskussion über das technisch Mögliche führten wir sehr schnell eine Diskussion über die Praktikabilität im Alltag von Arzt und Patient“ berichtet Julian Weddige, Geschäftsführer von smartpatient. „Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, dass in dieser konkreten Anwendung die althergebrachte SMS überlegen ist: Teilnehmende Patienten teilen lediglich ihre Handynummer mit, der Rest geschieht automatisch.“

Egal ob Einnahme des Abführmittels oder die richtige Ernährung: Hinführend auf den Untersuchungstermin leitet die Anwendung den Patienten per SMS durch die Schritte der Koloskopie-Vorbereitung. Und zwar immer genau dann, wenn er tatsächlich aktiv werden muss. Kein Smartphone erforderlich, keine App, keine Einrichtung – und kein Zusatzaufwand in der Arztpraxis.

Die Effektivität von „SMS-Prep“ konnte Dr. Walter bereits in einer Pilotstudie zeigen. Am Sonntagabend wurde er gemeinsam mit smartpatient mit dem Felix-Burda-Award 2015 für die beste Präventionsidee ausgezeichnet. Mit den Worten „es muss nicht immer High-Tech sein“ brachte Laudator Jochen Schropp die Motivation der 23-köpfigen Jury auf den Punkt: SMS-Prep – so nennt smartpatient den neuartigen Dienst – besticht durch Einfachheit und Praxistauglichkeit. Das Siegerteam freut sich über die Anerkennung: „Wenn es nach uns geht, sollte die SMS-Vorbereitung bald jedem Patienten zur Verfügung stehen. Dafür hilft uns die Aufmerksamkeit natürlich“, erklärt smartpatient-Geschäftsführer Weddige. Dafür prüft smartpatient aktuell unter anderem Kooperationsansätze mit Industrie und Ärzteschaft. Vielleicht klingelt unser Telefon demnächst also noch ein bisschen öfter. Dann auch gegen Darmkrebs.

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