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Rund jeder Dritte würde gesundheitsbezogene Daten an Krankenversicherer weitergeben

28.08.2015 21:00
Self-Tracking: Etwa jeder Dritte (32 Prozent) kann sich grundsätzlich vorstellen, gesundheits- und fitnessbezogene Daten zu messen und mit der Krankenversicherung zu teilen, um dadurch Vorteile zu erhalten. Für 39 Prozent kommt das allerdings nicht in Frage. Dies geht aus der aktuellen Studie „Quantified Health“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov hervor, für die insgesamt rund 1.000 Personen im Dezember 2014 repräsentativ befragt wurden.

Laut der YouGov-Studie haben 41 Prozent der Befragten bereits mindestens eine Gesundheits-App auf ihrem Smartphone installiert, drei Viertel (75 Prozent) von ihnen nutzen diese sogar. Die hauptsächlichen Gründe für die selbstständige Messung von Körperfunktionen sehen die Verbraucher darin, einen Überblick über das eigene Verhalten, eine höhere Verhaltenskontrolle und ein schnelleres Feedback vom eigenen Körper zu erhalten.

Krankenkassen gelten als vertrauenswürdige Anbieter für Gesundheits-Apps

Im Vergleich zu Sportartikelherstellern oder Internetunternehmen haben Verbraucher offenbar das größte Vertrauen in Gesundheits-Apps von Krankenkassen. Immerhin sieben Prozent nutzen Gesundheits-Apps von einer Krankenkasse bzw. eines -versicherers. Für die Übermittlung der Daten an die Krankenkasse oder -versicherung werden am häufigsten Beitragsersparnisse oder Gutscheine für privatärztliche Leistungen gewünscht. Aber auch Gutscheine für Wellness-/Fitness-Wochenenden oder Punktegutschriften auf Kundenkarten wie z. B. von Payback oder Miles&More sind von Interesse. So stimmt auch eine Mehrheit (57 Prozent) zu, dass solche Tarife eine gute Möglichkeit sind um Geld zu sparen.

Befürchtungen vor Datenmissbrauch dennoch gegeben

Dennoch ergab die Studie auch, dass viele Bundesbürger hinsichtlich dieser Tarifierung Befürchtungen haben: Die Mehrheit (73 Prozent) hätte Sorge, dass bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes plötzlich mehr als vorher für die Krankenversicherung bezahlt werden müsste. Aber auch das Thema Datenschutz beschäftigt die Befragten: So glauben rund drei Viertel (81 Prozent), dass die einmal erfassten Daten auch für andere Zwecke verwendet werden.

„Das eigene Gesundheitsverhalten in der digitalen Welt von heute zu messen, hat alles was ein Lust- und Spaßthema benötigt: Einen egozentrischen Blick auf die eigene Person, ständig Neuigkeiten zum Lesen oder Erzählen und eine externe Belohnung durch Punkte, verbesserte Daten oder sogar monetäre Anreize“, weiß Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanz- und OTC-Marktforschung bei YouGov. „Deswegen besteht tatsächlich ein zunehmendes Potenzial im Markt, das auch von Krankenkassen und -versicherern nicht missachtet werden darf“, so Dr. Gaedeke weiter.

Insgesamt liefert die Studie unter anderem wichtige Erkenntnisse über das Potenzial von Health-Tracking mit Smart Devices unter der deutschen Bevölkerung, zeigt Kauf- und Nutzungsbereitschaft auf, welche Anbieter bevorzugt werden und was Motive und Barrieren der Versicherten für Quantified Health darstellen.

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