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Selbstmedikation und OTC-Produkte: Internet als Informationsquelle gewinnt an Bedeutung

28.08.2015 20:53
Ärzte und Apotheker sind für knapp jeden dritten Verbraucher (30 Prozent) in Deutschland immer noch Hauptgrund für die Kaufentscheidung eines rezeptfreien Präparates zur Selbstmedikation (sogenannte Over-the-counter (OTC)-Arzneimittel). Doch der Trend geht eindeutig in Richtung einer Digitalisierung der Informationswege sowie Einkaufsstätten: Bereits für sieben Prozent der Bundesbürger liefern Informationen aus dem Internet den ersten Impuls für den Kauf von OTC-Produkten. Verbraucher in Deutschland werden also zunehmend selbst aktiv, recherchieren im Internet oder besuchen themenspezifische Foren.

Das sind die Ergebnisse der Studie „Customer Journey für OTC Produkte“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die im März 2015 insgesamt 2.047 Verbraucher zum Kaufprozess von OTC-Produkten befragt wurden. Diese Kaufprozessanalyse wird für 16 Indikationsbereiche aus über 30 Einzelindikationen vergleichend untersucht.

Unabhängig davon, ob der erste Kaufimpuls online oder offline ausgelöst wird, steht das Internet als Informationsquelle im Nachgang an erster Stelle. Bereits mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Befragten nutzen das Internet, um sich beispielsweise über die Empfehlung des Arztes genauer zu informieren. Diejenigen, die im Internet über ein bestimmtes Arzneiprodukt aufmerksam werden, kaufen zu 80 Prozent genau dieses Produkt. Nur bei Ärzten, Apothekern oder Freunden sind die Kaufraten höher (90 Prozent).

Über die Hälfte der Verbraucher (54 Prozent), die rezeptfreie Medikamente bei einem Online- bzw. Versandhändler kaufen, treffen ihre Kaufentscheidung aufgrund eines Besuchs einer allgemeinen, nicht-werblichen Internetseite. Ein ebenfalls großer Teil (44 Prozent) der Online-Shopper nennt Werbung als Hauptgrund für den Medikamentenerwerb im Netz. „Gerade werbetreibende Pharmaanbieter für OTC-Produkte sollten das Internet als wichtigen Informations- und Kaufpunkt verstehen, der aber auch eine große Bedeutung für den klassischen Handel haben kann“, weiß Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der OTC-Forschung bei YouGov.

Geht es um konkrete Online-Versandapotheken, so wird laut der aktuellen YouGov-Studie DocMorris.de am häufigsten genutzt (16 Prozent). Die Plätze zwei und drei belegen die digitalen Apotheken apotal.de (14 Prozent) und medikamente-per-klick.de (10 Prozent).

Insgesamt liefert die Studie detaillierte Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für Marketingmanager und Vertriebsleiter von Pharma-Konzernen, Apotheken und Händlern von OTC-Produkten. Es werden alle relevanten Offline- und Online-Touchpoints für Impulse, Informationsquellen und Kaufpunkte sowie die Nutzung von Preisvergleichern (apomio.de, idealo.de, medikamentepreisvergleich.de, medipreis.de, medizinfuchs.de, medpreis.de, medvergleich.de) und Internet- und Versandapotheken (apo24.de, apotal.de, bioapotheke.de, ceciapo.de, DocMorris.de, elisana.de, europa-apotheek.com, eu-versandapotheke.com (euv.net), friapo.de, medikamente-per-klick.de, medizin-hirsch.de, mycare.de, sanicare.de, versandapotheke.de, vfg.com, vitalix24.com, Vitalsana.eu, zurrose.de) untersucht. Durch Zusatzfragen werden Suchinhalte bei bestimmten Kontaktpunkte und Qualitätswahrnehmungen der Kontaktpunkt zusätzlich analysiert.

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