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PZ-Innovationspreis 2015: Vedolizumab ausgezeichnet

28.08.2015 20:49
Der bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzte monoklonale Antikörper Vedolizumab ("Entyvio", Takeda Pharma) ist mit dem 21. Innovationspreis der "Pharmazeutischen Zeitung" ("PZ") ausgezeichnet worden. Auf dem Fortbildungskongress Pharmacon in Meran verkündete Sven Siebenand, stellvertretender Chefredakteur der "PZ", das Ergebnis.
PZ-Innovationspreis 2015: Vedolizumab ausgezeichnet

Cornelia Zanetti (Takeda Pharma) und Sven Siebenand ("PZ")

Rund 20 neue Arzneistoffe aus dem Jahr 2014 standen der achtköpfigen Jury – bestehend aus Hochschulprofessoren des Faches Pharmazie und Offizinapothekern – zur Auswahl. Zudem hatten alle Apotheker die Möglichkeit, sich auf der Facebook-Seite der "PZ" an der Wahl des Siegers zu beteiligen.

"Einige der neuen Wirkstoffe sind als Sprunginnovation einzustufen und wären ebenfalls würdige Preisträger gewesen", betonte Siebenand. Am meisten überzeugte schließlich der monoklonale Antikörper Vedolizumab, der bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zum Einsatz kommt. Die Palette an Therapieoptionen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wird damit erweitert. Der Arzneistoff überzeugte die Jury, weil er seinen antientzündlichen Effekt selektiv im Darm entwickelt. Positiv hervorzuheben ist aus Sicht der Jury außerdem, dass mit Vedolizumab nach langer Zeit wieder ein Vertreter aus der Substanzklasse der Integrin-Antagonisten auf den Markt gekommen ist. Dieses Wirkprinzip ist bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vollkommen neu.

Apothekerin Cornelia Zanetti, Leiterin des Geschäftsbereiches "Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen" bei Takeda Pharma, nahm den Preis in Meran entgegen. Sie zeigte sich erfreut, dass sich Vedolizumab im Rennen um den unabhängigen Preis bei der Jury durchsetzen konnte und damit dessen Innovationscharakter gewürdigt wurde.

Erstmalig wurde in Meran auch ein PZ-Innovations-Sonderpreis verliehen. Dieser ging an das erste in Europa zugelassene Gentherapeutikum: Alipogentiparvovec ("Glybera", Chiesi). Dass es gelungen ist, einen ersten Wirkstoff dieser Therapieform zur Marktreife zu führen, war für die Jury der ausschlaggebende Grund für die Auszeichnung. Im Rahmen der Zulassung mussten dabei auch die Bedingungen für die Zulassung eines Gentherapeutikums festgelegt zu haben. "Damit ist wertvolle Vorarbeit für weitere potenzielle Gentherapeutika geleistet worden, die nun eventuell schneller auf den Markt gelangen können", sagte Siebenand.

Foto: PZ/Müller

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