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Neue Vorstandsspitze in der Deutschen Diabetes Gesellschaft

28.08.2015 20:49
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz ist ab sofort neuer Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Der stellvertretende Direktor der Medizinischen Klinik IV an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen folgt auf Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel aus Heidelberg, der als Past-Präsident im Vorstand weiterhin aktiv sein wird. Gallwitz übernimmt die Präsidentschaft bis 2017. Vizepräsident für diese Zeit ist Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland von der Asklepios-Klinik St. Georg, Hamburg, derzeitiger Pressesprecher der DDG. Gallwitz will künftig die Expertise der DDG intensiver in die Entscheidungsprozesse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einbringen, um die Therapiesicherheit der Patienten zu stärken.
Neue Vorstandsspitze in der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Prof. Dr. Baptist Gallwitz (Foto DDG)

Vizepräsident für diese Zeit ist Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland von der Asklepios-Klinik St. Georg, Hamburg, derzeitiger Pressesprecher der DDG. Gallwitz will künftig die Expertise der DDG intensiver in die Entscheidungsprozesse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einbringen, um die Therapiesicherheit der Patienten zu stärken.

Der neue DDG Präsident Baptist Gallwitz wurde 1957 in Karlsruhe geboren und studierte Medizin in Essen, Berlin und München. Nach seiner Habilitation zum Thema „Glucagon-like peptide-1: Ein Inkretin mit Potential zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ II“ war er als Oberarzt an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und an der Ruhr Universität Bochum tätig. Dort widmete er sich unter anderem der Erforschung der Rolle der Inkretinhormone bei Typ-2-Diabetes und deren Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse, das viszerale Fettgewebe und den Energiehaushalt.Seit 2006 ist er stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik IV an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

In der Zeit seiner DDG Präsidentschaft will sich Gallwitz unter anderem für eine stärkere Positionierung der DDG und der anderen medizinischen Fachgesellschaften bei AMNOG-Entscheidungen einsetzen. „Das Anliegen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes, einen fairen Arzneimittelwettbewerb zu schaffen, sollte keinesfalls zulasten der Therapiesicherheit unserer Patienten gehen“, warnt Gallwitz. Der Internist bedauert, dass dies in der Vergangenheit zu oft der Fall gewesen sei. In seiner Amtszeit will er die Expertise der DDG intensiver in diese Entscheidungsprozesse einbringen. „Denn ohne die Erfahrungen der behandelnden Ärzte kann keine wissenschaftlich und therapeutisch sinnvolle Entscheidung getroffen werden, welche Medikamente erstattet werden und welche nicht“, betont Gallwitz. Darüber hinaus ist es dem DDG Präsidenten wichtig, den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Wissenschaft – hier insbesondere die Versorgungsforschung – zu fördern und einen raschen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Patientenversorgung sicherzustellen.

Für den scheidenden Tagungspräsidenten Professor Dr. med. Norbert Stefan vom Universitätsklinikum Tübingen rückt Professor Dr. med. Stephan Matthaei aus Quakenbrück in den Vorstand nach. Er wird den Diabetes Kongress 2017 ausrichten. Neu in den Vorstand gewählt wurde außerdem als Schatzmeister Professor Dr. med. Andreas Neu, der Privatdozent Dr. med. Ralph Ziegler nachfolgt und die Interessen der Kinderdiabetologie innerhalb des Vorstands vertritt.

 

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