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Neue Mobilität trotz Fuß-OP

28.08.2015 20:47
Rollern statt humpeln: Mit Hilfe erfahrener Orthopäden und Fußchirurgen hat die Firma Orthoscoot einen Knie-Roller entwickelt, der Patienten nach einer Fuß-Operation zu mehr Mobilität verhilft. Dabei kniet der Patient auf einer bequem gepolsterten Schale und kann nun mit einer Mischung aus Tretroller und Rollator wieder innen und draußen mobil unterwegs sein.

Die Grundidee stammt aus den USA. Dort haben sich "Knee Walker" etabliert, die mehr Rollator als Roller sind. Für den renommierten Fußchirurgen Dr. Manfred Thomas aus der Augsburger Hessingpark-Clinic stand schnell fest: Die Idee ist gut, die Produkte aber nicht - zu wackelig, zu unausgereift. Als Ideengeber wandte er sich an Andreas Hertle, der dann gemeinsam mit seinem Team den "Orthoscoot NH-1" entwickelte. Mittlerweile ist das Produkt auch als medizinisches Hilfsmittel vom TÜV abgenommen und zertifiziert.

Die Idee hat Potenzial: Allein in Deutschland werden jährlich rund 500.000 Menschen am Fuß operiert. Darunter fallen die Bänderrisse am Sprunggelenk, die durch das klassische "Umknicken" passieren, genauso wie Operationen am Ballen, Unfälle von Fußgängern und Radfahrern, aber auch zahlreiche Amputationen. Danach folgt meist eine Zeit, in der der Patient den Fuß nicht belasten darf: so werden Krücken oder Rollstuhl normalerweise zum Begleiter der kommenden Wochen oder gar Monate. Die Mobilität des Patienten ist entsprechend stark eingeschränkt.

"Der verletzte Fuß ist beim Orthoscoot ideal gelagert und vollständig entlastet - das begünstigt die Regeneration. Aber auch die Gefahr weiterer Unfälle, zum Beispiel bei regennasser Straße auf klassischen Krücken, sinkt deutlich", so Andreas Hertle, Geschäftsführer von Orthoscoot. Neben dem medizinischen Nutzen bringe der "Fußentlastungsrollator" aber auch ein deutliches Plus an Lebensqualität und - gerade für Menschen mit chronischen Leiden - auch mehr Selbstbewusstsein. Denn das "schlichte und sportliche" Design sorge für eine ansprechende Optik und kaschiere den medizinischen Charakter des "Orthoscoot NH-1".

Die jüngsten Patienten sind noch im Kindesalter, die älteste Patientin fast neunzig Jahre alt. "Aber alle sind gleichermaßen begeistert", berichtet Hertle. Mittlerweile würden Orthoscoot Bestellungen aus ganz Europa vorliegen - orthopädische Kliniken, Ärzte und Fachhändler würden die Idee unterstützen.

Weitere Produkte sind bereits in Planung. "Aktuell bringen wir einen Roller mit einer zusätzlichen Gehstützenhalterung auf den Markt, für Patienten, die gerne noch flexibler und mobiler sein möchten - und im Laufe der kommenden Monate bringen wir - getreu unserem "Advanced Mobility"-Konzept - noch weitere Mobilitätsprodukte für Patienten mit unterschiedlichen Bedürfnissen."

Foto: obs/Orthoscoot GmbH/Frank Heinrich

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