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Mindestlohn: Apotheker sehen mehr Personalkosten und Bürokratie

28.08.2015 20:49
Die aktuellen Ergebnisse fer APOkix-Umfrage des IFH Köln zeigen: Apotheker beklagen mehr Personalkosten und bürokratischen Aufwand durch den gesetzlichen Mindestlohn. Die Mehrheit der Apothekeninhaber findet den Mindestlohn jedoch gerecht. Die wirtschaftliche Lage wird aktuell eher negativ bewertet. Beide Konjunkturindizes fallen.

Seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes sind Personalkosten und bürokratischer Aufwand in deutschen Apotheken gestiegen. Das geben rund 250 Apothekeninhaber in der aktuellen APOkix-Umfrage an. Vier von zehn APOkix-Teilnehmern bestätigen, seit Anfang des Jahres mehr für ihr Personal auszugeben. Um dem entgegenzuwirken, verlagert jeder fünfte Apothekeninhaber Aushilfstätigkeiten von Minijobbern und Hilfskräften auf festangestellte Mitarbeiter.

Rund 81 Prozent der APOkix-Teilnehmer bemerken zudem, dass durch die Einführung des Mindestlohns der bürokratische Aufwand in ihren Apotheken gestiegen ist. Als Ursache sehen drei Viertel der Befragten die mit dem Mindestlohn einhergehende Dokumentationspflicht.

Trotz dieser betriebswirtschaftlichen Herausforderungen steht die Mehrheit der Apothekeninhaber hinter dem gesetzlichen Mindestlohn: Sieben von zehn Befragten finden den Mindestlohn gerecht und geben gern mehr für ihre Mitarbeiter aus.

Die wirtschaftliche Situation beurteilen die für den APOkix befragten Apothekeninhaber zurzeit eher negativ. Der Konjunkturindex für die aktuelle wirtschaftliche Lage sinkt erneut und erreicht einen Wert von 87,5 Punkten. Die Mehrheit der Befragten bewertet die aktuelle Geschäftslage neutral, das gilt sowohl für kleine Apotheken (60 %) als auch für große Betriebe (51 %).

Auch der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung sinkt im Mai auf 71,4 Punkte. Damit kann der Aufwärtstrend der vergangenen Monate nicht fortgesetzt werden. Rund 38 Prozent der APOkix-Teilnehmer rechnen damit, dass sich ihre wirtschaftliche Situation in den kommenden zwölf Monaten verschlechtert – das sind vier Prozent mehr als im Vormonat. Die Anteile der Apothekeninhaber, die mit einer stabilen oder positiven Geschäftsentwicklung rechnen, sind dagegen im Vergleich zum April leicht gesunken.

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