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Präventionsprojekt "Aktion Mütze" startet

28.08.2015 20:44
Im Oktober startet an Schulen in elf Bundesländern die von 17 Krankenkassen geförderte bundesweite "Aktion Mütze - Kindheit ohne Kopfzerbrechen". Über eine Million Kinder und Jugendliche sollen lernen, wie sie Kopfschmerzen vorbeugen können. Initiatoren sind Prof. Hartmut Göbel (Schmerzklinik Kiel) und Karin Frisch (gemeinnützige ZIES GmbH).

Immer mehr Kinder leiden unter Kopfschmerzen. Aus Studienergebnissen des Kinder- und Jugendsurvey "KiGGS" des Robert Koch-Instituts geht hervor, dass 78 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren von Kopfschmerzen betroffen sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht von einem kontinuierlichen Anstieg der Kopfschmerzbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen aus und schätzt, dass bis zum 12. Lebensjahr bereits etwa 90 Prozent der Jungen und Mädchen Erfahrung mit Kopfschmerzen gemacht haben.

"Kopfschmerzen können bei Kindern zu psychischen Problemen und sogar Suchtmittelabhängigkeit führen. Um lebenslange chronische Beschwerden zu vermeiden, wollen wir im Rahmen einer bundesweiten Aktion zur Kopfschmerzprävention Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie sie Kopfschmerzen rechtzeitig und nachhaltig vorbeugen können", so Prof. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel und Mitinitiator der "Aktion Mütze - Kindheit ohne Kopfzerbrechen".

Der Startschuss zu "Aktion Mütze" fiel im August 2014. Initiator der Aktion ist neben der Schmerzklinik Kiel das Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES), eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschen mit Gesichts- und Kopfschmerzen einsetzt. Die beteiligten 17 Krankenkassen erbringen schon jetzt eine kassenübergreifende Leistung, wie sie das Präventionsgesetz ab 2016 vorschreibt.

Im Rahmen der bundesweiten Aktion können Schulen für ihre siebten Klassen kostenfreie Unterrichtsmaterialien bestellen. Arbeitshefte und Lehrermappe klären darüber auf, welche Maßnahmen bei welchem Kopfschmerztyp helfen und wie Kopfschmerzen vorgebeugt werden kann. Lehrer, Schüler und Eltern werden umfassend über Ursachen und Auslöser von Kopfschmerzen informiert und zur gemeinsamen Suche nach Lösungen angeregt. Das Unterrichtsmaterial sensibilisiert auch für die Risiken eines unreflektierten Medikamentengebrauchs.

Die "Aktion Mütze" verbindet sich außerdem mit der ersten bundesweiten, international vergleichbaren Befragung zu Kopfschmerzen unter Schülerinnen und Schülern. Bestellformulare für die kostenfreien Unterrichtsmaterialen wurden bisher an die weiterführenden Schulen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen versandt. Die ersten Arbeitshefte werden im Oktober ausgeliefert. Mit den Ländern Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden Maßnahmen in der Lehrerfortbildung vereinbart.

Abbildung: Karin Frisch

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