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KGNW zum Internationalen Tag der Pflege:Vorbildlichen Einsatz der Pflegenden nicht länger ausnutzen

28.08.2015 20:50
„Wir möchten den Tag der Pflege nutzen, um den rund 100.000 Pflegenden in unseren Krankenhäusern ausdrücklich Danke zu sagen und ihre tolle Arbeit zu würdigen. Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege. Ich erlebe dort Menschen, die sich täglich trotz schwieriger Rahmenbedingungen im höchsten Maße für das Wohl der ihnen anvertrauten Patienten verantwortlich zeigen. Dieser hohe Idealismus darf von der Politik aber nicht länger ausgenutzt werden “, erklärt Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai.

Der Dachverband der 370 NRW-Kliniken vermisst auch beim jüngst vorgelegten Gesetzentwurf zur Krankenhausreform eine konsequente Refinanzierung der Personalkosten und eine Lösung für den Investitionsstau. Qualität und Sicherheit könne es für die Patienten nur geben, wenn in den Krankenhäusern genügend gut ausgebildete Pflegekräfte täglich daran arbeiten könnten und ihre Gehälter auch finanziert würden. Mit den notwendigen Investitionen in den Umbau von Stationen oder eine moderne IT-Infrastruktur könnten die Pflegenden entlastet werden. Die unzureichenden Investitionsmittel müssten die Klinikleitungen aktuell durch Einsparungen beim Personal kompensieren, um wenigstens die dringlichsten Baumaßnahmen und Geräte finanzieren zu können. Dies sei den Mitarbeitern nicht mehr zuzumuten, so der KGNW-Präsident.

In Deutschland muss eine Pflegekraft nach OECD-Zahlen doppelt so viele Patienten betreuen wie die Kollegen in Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark. Das in der Krankenhausreform vorgesehene Pflegestellenförderprogramm erkenne zwar den notwendigen Bedarf an, sei aber keine nachhaltige Lösung. Mit dem Pflegestellenförderprogramm könnten im Durchschnitt in Deutschland in jedem Krankenhaus gerade einmal 3-4 Pflegende zusätzlich finanziert werden, und das nur wenn das Krankenhaus in der Lage ist, zehn Prozent der zusätzlichen Personalkosten selbst aufzubringen.

Vor dem Hintergrund des Personalmangels und des demografischen Wandels müsse vielmehr die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert werden, um junge Menschen für dieses Berufsbild zu begeistern. Seit Anfang des Jahres gibt es in Nordrhein-Westfalen eine zentrale Plattform für Berufsinhalte sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Pflege. Das Internetportal "NRW für Pflegeberufe" (www.pflegeberufe-nrw.de) ist ein Gemeinschaftsprojekt unter Beteiligung der KGNW von Arbeitgebern und Berufsverbänden im Pflegebereich. Es wird finanziell durch das Land unterstützt.

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