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gemeinsam gegen die Schmerzchronifizierung

30.03.2017 11:33
„Wir Schmerzmediziner wollen gemeinsam mit den Hausärzten gegen die Chronifizierung von Schmerzen arbeiten“, sagte Dr. Johannes Horlemann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) beim Pre-Congress des Deutschen Schmerz- und Palliativtages. Unter dem Motto „Hausärzte und Schmerzmediziner – gemeinsam gegen die Schmerzchronifizierung“ fand dort erstmalig eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung der DGS und des Deutschen Hausärzteverbands statt. „Wir wollen Schnittstellen zwischen Hausarzt und Schmerzmediziner aufzeigen, gemeinsam mögliche Lösungen finden und die Zusammenarbeit optimieren“, so Horlemann weiter.
gemeinsam gegen die Schmerzchronifizierung

Horlemann (links) und Beck

Rund die Hälfte aller Schmerzpatienten leiden unter Rückenschmerzen. Das zeigen z. B. erste Auswertungen aus dem DGS-PraxisRegister Schmerz, dem weltweit größten Schmerzregister. Damit sind Rückenschmerzen eine Volkskrankheit, mit der täglich sowohl Hausärzte als auch Schmerzmediziner konfrontiert werden. Laut Empfehlungen der Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz können bis zu 90 Prozent der symptomatischen Bandscheibenvorfälle durch eine konservative Therapie beherrscht werden. Dennoch werden jährlich rund 100.000 dieser Patienten in Deutschland operiert. Ein Beispiel, das den Optimierungsbedarf in der Therapie von Rückenschmerzen demonstriert.

 

Ähnlich sieht es bei Kopfschmerzen aus, unter denen bis zu 20 Prozent der Patienten leiden, die in eine Hausarztpraxis kommen. Ähnlich wie Patienten mit

Rückenschmerzen, sind Patienten mit Kopfschmerzen stark in ihrem Alltag beeinträchtigt.

 

Ein enger Austausch zwischen Schmerzmedizinern und Hausärzten soll nun dazu beitragen, Schmerzen erfolgreicher zu behandeln. Dazu wird es auch zukünftig gemeinsame Fortbildungen geben. Die beteiligten Fachgesellschaften, Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin und der Deutsche Hausärzteverband, rufen zudem dazu auf, sich auch vor Ort interdisziplinär zu vernetzen und sich z. B. zu konkreten Patientenfällen auszutauschen.

 

Weitere Informationen unter www.schmerz-und-palliativtag.de

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