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Für eine angemessene Patientenversorgung

03.03.2016 10:34
Vom 2. bis 5. März findet in Frankfurt am Main der 27. Deutsche Schmerz- und Palliativtag statt. Mit dem Motto „Patientenversorgung im Mittelpunkt“ unterstreicht die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) die Forderung nach einer patientenorientierten Medizin, einer flächendeckenden Versorgungslandschaft und einer engen Kooperation aller dafür notwendigen Therapeuten, um angemessene Versorgung schmerzkranker Menschen zu erreichen.

Die Aufgabe der Schmerzmedizin sei es, die Schmerzpatienten mit solidem Wissen und handwerklichem Geschick zu betreuen und dabei zu unterstützen, den Weg ins Leben zurückzufinden, wie PD Dr. Michael A. Überall, Vizepräsident der DGS und Präsident der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz anl ässlich des 27. Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt/Main erklärte.

Birgitta Gibson, Vizepräsidentin der DSL, fügte hinzu, dass es an einer zentralen Anlaufstelle für die Patienten und einer flächendeckenden kompetenten schmerzmedizinischen Versorgung mangele. Außerdem sei eine Vereinheitlichung der Qualitätssicherungsstandards von Nöten, forderte Dr. Oliver Emrich, Vizepräsident der DGS, da es bisher ein spezielles Qualitätsmanagement für Schmerzmediziner nicht vorgeschrieben und ein Gütesiegel freiwillig sei.

So gelingt erfolgreiche Versorgung langfristig

Dr. Silvia Maurer, Vizepräsidentin der DGS, erklärte dazu: „Einige wenige Entscheidungsträger im Gesundheitswesen haben das Prinzip erkannt. Sie fordern im Einklang mit akademischen, überwiegend in Krankenhäusern ansässigen Schmerzmedizinern für chronische Schmerzpatienten eine multiprofessionelle, multimodale Therapie. Dieses Konzept ist aber nicht ausreichend.“

Wie eine schmerzmedizinische Versorgung funktionieren könne, zeigten innovative Ansätze der DGS in Kooperation mit Krankenkassen. Gemeinsam mit der IMC (Integrative Managed Care) und der Techniker Krankenkasse (TK) sowie weiteren Kassen, habe die DGS einen Integrierten Versorgungsvertrag für Rückenschmerzpatienten konzipiert, der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen im Sinne einer Frühintervention versorge. Die teilnehmenden Patienten – bisher hätten bereits mehr als 10.000 teilgenommen – seien früher wieder arbeitsfähig und erkrankten seltener erneut an Rückenschmerzen.„Kurz- und mittelfristig bieten multimodale Therapieansätze und Integrierte Versorgungsverträge sinnvolle Lösungen“, so Klaus Längler, Vizepräsident der DGS. Langfristig könne jedoch nur die Einführung des von der DGS geforderten Facharztes für Schmerzmedizin die Versorgung der Schmerzpatienten sicherstellen.

Interdisziplinärer Austausch im Sinne der Patientenversorgung

Der Austausch innerhalb der beteiligten Fachgruppen sei existenziell um eine erfolgreiche Behandlung zu erreichen. Die DGS bietet daher regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen zu den verschiedenen Fachgebieten an. Das Fortbildungskonzept der DGS zeichne sich dadurch aus, allen Beteiligten einen „Schmerzblick“ zu entwickeln, um so eine beginnende Chronifizierung rechtzeitig zu erkennen, den Patienten einer entsprechenden Therapie zuzuführen, erklärte Längler.

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