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Deutscher leitet Praxisgruppe Healthcare in EMEA

28.08.2015 21:01
Zum 1. Januar hat mit Michael Kunst (Foto) bei Bain & Company ein Deutscher die Leitung der Praxisgruppe für die Beratung von Pharmaunternehmen und der Gesundheitsbranche im EMEA-Raum (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) übernommen. Zugleich ist der 45-Jährige für diesen Bereich im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Von München aus unterstützt Kunst global agierende Unternehmen dabei, den tief greifenden Umbruch der Branche durch Stärkung und Ausbau ihres Kerngeschäfts zu bewältigen.

Steigende Gesundheitskosten durch eine alternde Bevölkerung auf der einen Seite und leere öffentliche Kassen auf der anderen Seite zwingen die Gesundheitsbranche, sich neu zu positionieren. Zugleich erfasst die digitale Revolution den Gesundheitssektor, macht Patienten mündiger und ermöglicht eine Fülle gesundheitsökonomischer Innovationen. Sichtbar wird dieser Umbruch durch die hohe Zahl von M&A-Transaktionen und Asset Swaps rund um den Globus. 2014 hat sich der Wert aller M&A-Deals im Healthcare-Sektor im Vergleich zu 2013 nahezu verdoppelt - auf über 400 Milliarden US-Dollar.

Bain unterstützt Pharma- und Medizintechnikunternehmen, Krankenhauskonzerne sowie Versicherer weltweit bei der Erarbeitung und Umsetzung von Strategien, die ihnen ermöglichen, aus dem Umbruch als Gewinner hervorzugehen. Im EMEA-Raum steht die Praxisgruppe nunmehr unter der Leitung des 45-jährigen Michael Kunst.

"Michael Kunst kennt die globale Healthcare-Branche wie kaum ein Zweiter", erklärt Ashish Singh, Leiter der weltweiten Praxisgruppe Healthcare von Bain & Company. "Er hat auf der ganzen Welt namhafte Konzerne beraten und zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Strategien sowie zur reibungslosen Integration von Akquisitionen maßgeblich beigetragen." Der Diplom-Kaufmann, der seinen Abschluss an der European Business School in Oestrich-Winkel machte, unterstützt seine Kunden bei der Strategieentwicklung, in M&A-Fragen, beim Launch neuer Produkte, aber auch bei Programmen zur Steigerung der Vertriebseffektivität. Kunst ist seit 2009 Partner bei Bain und verfügt insgesamt über 18 Jahre Beratungserfahrung.

Die Gesundheitsbranche steht aus seiner Sicht vor einer Zeitenwende. "Lange galt Größe als Schlüssel zum Erfolg", so Michael Kunst. "Nun zeigt sich: Größe allein reicht nicht aus. Es geht vielmehr darum, in klar abgrenzbaren Geschäftsfeldern eine führende Marktposition zu erobern. In der Folge wird es in den nächsten Jahren zu einer Fülle weiterer Akquisitionen kommen, aber auch zu Desinvestitionen." Gerade große Konzerne stünden vor der Herausforderung, sich auf ihr Kerngeschäft zu besinnen und dieses systematisch entlang ihrer Wertschöpfungskette auszubauen. Erfolg versprechend sei auch die Konzentration auf spezielle Kompetenzen wie kommerzielle Optimierung oder Therapien für seltene Krankheiten. Weitere gewaltige Veränderungen entstünden durch die Fokussierung der Unternehmen auf bestimmte Märkte, indem Pharmakonzerne beispielsweise durch Asset Swaps ganze Sparten tauschten.

Dies aber seien nur die Vorboten des anstehenden Umbruchs. In Deutschland und Europa existiere eine ganze Reihe von Konzernen mit breitem Portfolio, aber auch eine Vielzahl kleinerer Anbieter, die sich in ihrer Nische geschützt glaubten. "Diese Unternehmen müssen ihre Strategie neu ausrichten", betont Kunst. "Denn wer nicht selbst aktiv Übernahmen und Verkäufe vorantreibt, wird früher oder später zum Getriebenen. Die laufende M&A-Welle in den USA zeigt, wohin die Reise geht. Es wird nicht nur mehr, sondern auch größere Deals geben."

Foto: obs/Bain & Company

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