Sie sind hier: Startseite Nachrichten Auch Medizinische Fachangestellte sind eine wichtige Zielgruppe
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Auch Medizinische Fachangestellte sind eine wichtige Zielgruppe

28.08.2015 20:56
„Der Arzt ist unser Ansprechpartner!“ Pharma-Marketing und -Vertrieb richten ihre Aktivitäten weitgehend auf Praxisinhaber aus, kaum auf das Personal. Betreuungskonzepte für Medizinische Fachangestellte als Gatekeeper existieren nur wenige. „Zu aufwändig“!“, laute meist die Begründung. Das sei aber ein Fehler, meint Klaus-Dieter Thill, Leiter des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS).

Es werde vernachlässigt, dass viele Mitarbeiterinnen als ärztliche Co-Instanzen fungieren, so Thill. Eine  Befragung von 300 zufällig ausgewählten Medizinischen Fachangestellten, die in Praxen von Allgemeinmedizinern, Praktikern und hausärztlichen Internisten arbeiten, ergab, dass 56 % der Arzthelferinnen regelmäßig von Patienten nach deren Arztkontakten zu den ihnen verschriebenen Medikamenten befragt werden. Die Patienten wollen dabei vor allem wissen, was das das Medikament genau bewirkt (81 %), mit welchen Nebenwirkungen gerechnet werden muss bzw. kann (76 %), wie der Wirkmechanismus funktioniert (69 %) und ob es zu Wechselwirkungen mit Medikamente kommen kann, die bereits eingenommen werden (62 %).

Hinzu kommt, dass sich neue zusätzliche Tätigkeitsgebiete für Medizinische Fachangestellte entwickelt haben, zum Beispiel Pain Nurse, Diabetes-Assistentin, Ernährungsberaterin, MS-Betreuerinnen, Leiterin praxiseigener Patientenprogramme oder IGeL-Managerin. Die so qualifizierten Personen werden auch für die Industrie wichtiger.

Aber auch bei Mitarbeiterinnen, die derartige Qualifikationen nicht besitzen, lohne sich ein Engagement durchaus, betont Thill. Mit einfach und kostengünstig zu erstellenden Instrumenten wie Newsletter-Konzepten, Selbsttests oder Checklisten könnten Medizinische Fachangestellte in die Lage versetzt werden, ihre Arbeit produktiver und die Praxen für Patienten noch attraktiver zu gestalten. Hiervon würden nicht nur die Praxisinhaber profitieren, die sich um die Qualifizierung ihres Personals nicht mehr kümmern müssen, sondern auch die in diesem Segment engagierten pharmazeutischen Anbieter. 

Tag Cloud
« August 2019 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031