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Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2015 mit Wachstum

28.08.2015 20:46
Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist im ersten Halbjahr 2015 nach eigenen Angaben leicht gewachsen. Besonders die Bereiche Selbstmedikation und Tiergesundheit zeigten eine sehr gute Entwicklung. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sei stabil. Für das Gesamtjahr 2015 geht das Unternehmen von einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.
Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2015 mit Wachstum

Abbildung: Boehringer Ingelheim

"Wir haben mit unseren Markteinführungen der vergangenen Monate die Erneuerung unseres Portfolios weiter vorangetrieben und damit Wachstumspotenziale nicht nur geschaffen, sondern auch genutzt", erklärte Professor Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung. "Auf das sich verändernde Umfeld in der Pharmaindustrie, insbesondere in den für uns wichtigen Märkten USA und Japan reagieren wir mit nachhaltigen und langfristig angelegten Initiativen zur Effizienzsteigerung."

Der Marktzugang für verschreibungspflichtige Medikamente werde weltweit immer schwieriger. Generell führten steigende Kosten in den Gesundheitssystemen zu erhöhtem Preisdruck. International tätige Pharmaunternehmen stehen angesichts des sich schnell verändernden US-Markts und des immer härteren Wettbewerbs durch Generika in Japan vor großen Herausforderungen. Der Umsatz von Boehringer Ingelheim, über alle Geschäftsgebiete hinweg betrachtet, stieg nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um rund zwei Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro an. Unbereinigt um die Währungseffekte konnte das Unternehmen den Umsatz sogar um 13 Prozent steigern. Die relative Schwäche des Euros im Vergleich zu den meisten Währungen hat bei der Umrechnung zu dieser sehr positiven Entwicklung geführt.

Zahlreiche neue Medikamente zur Registrierung eingereicht und zugelassen

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 erfolgten mehrere Einreichungen und Zulassungen für neue Medikamente. So wurde Idarucizumab, ein spezifisches Gegenmittel für den oralen Gerinnungshemmer "Pradaxa" zur Aufhebung der gerinnungshemmenden Wirkung in seltenen kritischen Notfallsituationen, in mehreren Ländern – darunter verschiedene Länder der Europäischen Union (EU), USA und Kanada – zur Zulassung eingereicht und wird derzeit von den Behörden geprüft. "Giotrif" (Afatinib), das erste onkologische Präparat von Boehringer Ingelheim zur Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Unterform von fortgeschrittenem Lungenkrebs, ist mittlerweile in über 60 Ländern zugelassen. "Vargatef" (Nintedanib) ist das zweite zugelassene Präparat aus der Onkologie-Pipeline von Boehringer Ingelheim und hat bisher in der EU sowie in Norwegen, Russland und Macao die Zulassung erhalten.

Großteil des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten

Mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, dem größten Geschäftsfeld von Boehringer Ingelheim, erzielte das Pharmaunternehmen nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr einen Umsatz von 5.369 Millionen Euro. Mit einem währungsbereinigten Plus von einem Prozent entspreche dies einer stabilen Entwicklung (auf Euro-Basis: +12 Prozent). Das stärkste Präparat war laut Konzern wie in den Vorjahren "Spiriva" gegen COPD mit einem Umsatz von 1.763 Millionen Euro. Einer der Hauptwachstumstreiber der kommenden Jahre werde in diesem Bereich das Diabetesgeschäft sein. Im ersten Halbjahr 2015 stieg der Umsatz mit "Trajenta" / "Jentadueto" zur Behandlung von Typ-2-Diabetes währungsbereinigt um 22 Prozent auf 419 Millionen Euro (auf Euro-Basis: +38 Prozent).

Der Umsatz mit frei verkäuflichen Arzneimitteln lag nach Angaben im ersten Halbjahr 2015 bei 782 Millionen Euro und wuchs damit währungsbereinigt um rund acht Prozent (auf Euro-Basis: +15 Prozent). Das entspreche rund zehn Prozent des Konzernumsatzes in diesem Zeitraum. Internationale Kernmarken sind "Buscopan", "Dulcolax" "Mucosolva", "Pharmation" und "Bisolvon".

Im Geschäftsbereich Tiergesundheit weist Boehringer Ingelheim im Berichtszeitraum ein währungsbereinigtes Wachstum von elf Prozent auf 662 Millionen Euro vor (auf Euro-Basis: +23 Prozent).

Das Geschäft mit Biopharmazeutika, in dem Boehringer Ingelheim ausschließlich im Industriekundengeschäft tätig ist, wuchs nach Unternehmensinformation in der ersten Jahreshälfte um 24 Prozent auf 214 Millionen Euro.

Ausblick 2015

"Nach dem ersten Halbjahr gehen wir nach wie vor währungsbereinigt von einem moderaten Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich für das Gesamtjahr 2015 aus", sagte Hubertus von Baumbach, in der Unternehmensleitung verantwortlich für Finanzen.

Effizienzprojekt auf gutem Weg

Im Sommer des vergangenen Jahres hat Boehringer Ingelheim in Deutschland eine Effizienzsteigerungsinitiative gestartet. "Die Preise sind unter starkem Druck, die Kosten steigen, der Marktzugang wird schwieriger – insbesondere in Deutschland sehen wir eine deutlich ablehnende Haltung gegenüber Innovationen – und der Wettbewerb wird härter", erklärte Barner die Gründe. "Wir wollen eine flexiblere und weniger komplexe Organisation werden, um in diesem sich rasant verändernden Umfeld schneller reagieren zu können und letztlich weiterhin erfolgreich zu sein. Dies alles, um mehr finanziellen Freiraum für Investitionen und Innovationen zu schaffen. Hier dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben."

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