Sie sind hier: Startseite Nachrichten Berlin-Chemie und smartpatient schließen Partnerschaft
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Berlin-Chemie und smartpatient schließen Partnerschaft

28.08.2015 20:48
Bis zu 50% der verordneten Medikamente werden laut WHO-Schätzungen nicht eingenommen. Eine Folge: Alleine in der EU schätzt man die Zahl vorzeitiger Todesfälle aufgrund der Nichteinnahme von Medikamenten auf 200.000 im Jahr. Hier setzt die jüngste Kooperation des Adhärenz-Spezialisten smartpatient an. Mit der App "MyTherapy" unterstützen die Münchner gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Berlin-Chemie nun Patienten und Ärzte bei der Behandlung ausgewählter Volkskrankheiten.

Mangelhafte Adhärenz ist ein volkswirtschaftlichen Problem. Der jährliche Schaden wird alleine in Deutschland auf bis zu 75 Mrd. € geschätzt wird. Bisher setzten sogenannte "Patient-Support-Programme" der Industrie vor allem auf Informationsmaterial sowie telefonische Betreuung. Dabei gibt es jedoch nur wenig Kontaktpunkte mit dem Patienten bei gleichzeitig hohen Kosten. Deshalb findet man diese Programme heute vor allem in "teuren" Indikationen wie z.B. Multiple Sklerose.

smartpatient und Berlin-Chemie wollen dies ändern: Smartphones und der steigende Einsatz von Tablet PCs erlauben erstmals, eine zunehmende Anzahl an Patienten in ihrem Alltag direkt und wirtschaftlich zu erreichen. "Mehr als 120 Minuten schaut jeder deutsche Smartphone-Nutzer täglich auf sein Gerät. Diese Aufmerksamkeit möchten wir für den Therapieerfolg nutzen", so Torsten Flöttmann, Leiter Marketing Deutschland der Berlin-Chemie. Aus seiner Sicht besonders wichtig ist dabei Akzeptanz und Einsatzbereitschaft, insbesondere seitens der Ärzteschaft: "Nur wenn Arzt und Patient dauerhaft einen Mehrwert in unseren neutralen digitalen Angeboten erkennen, können wir erfolgreich unterstützen."

Berlin-Chemie verknüpft nun sein "TheraKey"-Onlineportal mit der App "MyTherapy" des neuen strategischen Partners smartpatient. Mit "MyTherapy" betreibt das junge Münchner Unternehmen eine Plattform zur Unterstützung chronisch Kranker und stellt die Akzeptanz ins Zentrum seiner Entwicklungsarbeit. "Gemeinsam können wir die Basis dafür schaffen, dass möglichst viele Ärzte und Patienten das aus unserer Sicht herausragende Unterstützungsangebot 'MyTherapy', das auch fester Bestandteil des 'TheraKey'-Onlineportals werden wird, im Alltag einsetzen“, so Flöttmann. „Dies ist die erste konsequente Initiative, um Adhärenz und Therapie mit Hilfe digitaler Medien indikationsübergreifend zu verbessern.“

"MyTherapy" macht das Smartphone des Patienten zum Therapieassistenten. Die App erinnert an Medikamente und dokumentiert den Krankheitsverlauf. Dabei erfüllt sie auch die Bedürfnisse solcher Patienten, die unter mehreren Krankheiten leiden. Trotz Kooperationen mit ausgewählten Arzneimittelherstellern ist die Anwendung für jeden Nutzer offen und unterstützt alle Medikamente. Sebastian Gaede, Geschäftsführer bei smartpatient, erklärt: "'MyTherapy' ist ein neutrales Angebot, das Patienten und Ärzte unabhängig von unseren Partnern in Anspruch nehmen können." Diese Neutralität, gepaart mit dem kompromisslosen Schutz personenbezogener Daten, sind Gaede besonders wichtig. "Um die Therapietreue zu verbessern, müssen uns Patient und Arzt vertrauen können. Dazu gehört, dass 'MyTherapy' jede therapeutische Empfehlung des Arztes unterstützt und dass wir personenbezogene Daten mit niemandem, auch nicht mit unseren Industriepartnern, teilen."

Dass "MyTherapy" gleichermaßen die Interessen von Arzt und Patient berücksichtigt, hat auch Berlin-Chemie überzeugt. "Dreh- und Angelpunkt des Therapieerfolgs kann nur der Arzt sein", so Flöttmann. Sowohl bei der Entwicklung des "TheraKey"-Onlineportals als auch bei "MyTherapy" spielt der zeitknappe Praxisalltag deshalb eine wesentliche Rolle. Dazu Flöttmann: "Gemeinsam geben wir Ärzten erstmalig praktikable Werkzeuge an die Hand, die den Therapieerfolg auch außerhalb der Praxis unterstützen. Bisher war dies für den einzelnen Arzt schlicht nicht leistbar."

smartpatient arbeitet kontinuierlich mit Patienten und Ärzten an der weiteren Verbesserung von "MyTherapy". Neben dem Dialog mit niedergelassenen Medizinern arbeiten die Münchner mit renommierten Partnern wie der Charité Berlin oder dem Klinikum Rechts der Isar, München. Dazu Gaede: "Wir freuen uns sehr, mit Berlin-Chemie einen innovativen Partner gefunden zu haben, der unsere Philosophie eines unabhängigen Angebotes teilt und unsere intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu schätzen weiß."

Die Kooperation von Berlin-Chemie und smartpatient erstreckt sich u.a. über die Indikationen Diabetes, Bluthochdruck und Asthma/COPD. Flöttmann: "Internet und Apps sind schon lange beim Patienten angekommen. Unsere Kooperation mit smartpatient ist ein wichtiger Schritt, um dieses Potenzial in der Arzt-Patienten-Beziehung nutzbar zu machen, gerade bei der Behandlung der großen Volkskrankheiten."

Tag Cloud
« August 2019 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031