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Apotheken: Nachfrage nach freiverkäuflichen Gesundheitsprodukten gestiegen

28.08.2015 20:47
Die deutschen Apotheker beobachten eine gesteigerte Nachfrage nach freiverkäuflichen Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen. Die sich daraus ergebenden Ertragschancen bewerten sie jedoch zurückhaltend. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlichen APOkix-Befragung des IFH Köln. Die Apotheken-Konjunkturindizes verändern sich nur leicht und bleiben weiter deutlich im negativen Bereich.

Apothekenkunden fragen zunehmend nach Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen aus dem erweiterten, freiverkäuflichen Apothekensortiment. Das bestätigt die aktuelle APOkix-Umfrage unter rund  280 Apothekeninhabern. Rund 55 Prozent der Befragten beobachten heute ein deutlich höheres Interesse an diesen ergänzenden Produkten und Dienstleistungen als noch vor fünf Jahren. Besonders gefragt sind nach Angaben der Apotheker die Bereiche „Allergie“, „Gewichtsreduktion“, „Nahrungsergänzungsmittel“ und „Muskeln, Knochen, Gelenke“. Um der gestiegenen Nachfrage zu begegnen, haben mehr als vier von zehn Apotheken ihr Angebot an ergänzenden Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen erweitert.

Trotz der gesteigerten Nachfrage messen aber nur 39 Prozent der Apothekeninhaber freiverkäuflichen Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen eine mittlere bis hohe Bedeutung für die Ertragslage ihrer Apotheke bei. Rund 45 Prozent der Befragten stufen die Bedeutung dagegen als niedrig ein, und 15 Prozent sagen, dieser Sortimentsbereich habe „(fast) keine Bedeutung“ für die Ertragslage ihrer Apotheke.

Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch beim Blick in die Zukunft wider: Nur knapp 36 Prozent der Befragten rechnen damit, dass Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen aus dem Ergänzungssortiment zukünftig deutlich wichtiger für die Ertragslage ihrer Apotheke werden. Dr. Markus Preißner, wissenschaftlicher Leiter am  IFH Köln, sieht hier jedoch Potenzial zur Ertragssteigerung: „Das Ergänzungssortiment eignet sich hervorragend zur Positionierung und Profilierung einer Apotheke. Zudem zeigen Konsumentenbefragungen, dass freiverkäufliche Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen im Trend liegen und Apotheken von den Verbrauchern in diesem Segment die höchste Kompetenz zugeschrieben wird.“

Die Konjunkturindizes verändern sich im Juni nur leicht. Der Index für die aktuelle Geschäftslage der Apotheken sinkt um einen Punkt auf  86,5 Punkte. Weiterhin bewertet die Mehrheit (52 Prozent) der Apothekeninhaber ihre derzeitige Situation neutral. Die negativen und positiven Beurteilungen sind im Vergleich zum Vormonat jedoch jeweils leicht gestiegen.

Wie der Index für die aktuelle Geschäftslage, bewegt sich auch der Index für die erwartete Geschäftsentwicklung weiterhin deutlich im negativen Bereich unterhalb der neutralen 100-Punkte-Marke. Der Indexwert erreicht im Juni 72 Punkte. Rund vier von zehn Apotheken – sowohl große als auch kleine Betriebe – rechnen damit, dass sich ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten schlechter entwickeln wird.

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