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Jede dritte Apothekenberatung entfällt auf die Selbstmedikation

28.08.2015 20:53
Gute Beratung vor allem im Hinblick auf Medikamente ist eine Schlüsselqualifikation in Apotheken. So verwundert es nicht, dass laut der aktuellen Ergebnisse des Apotheken-Konjunkturindex ("APOkix") des IFH Köln das höchste Beratungsaufkommen in den deutschen Apotheken auf Arzneimittel entfällt.

Rund 42 Prozent macht dabei die Beratung für verschreibungspflichtige Medikamente aus, gefolgt von OTC-Produkten (35,2 %). Darüber hinaus findet vor allem Beratung zum Thema Krankenpflege und medizinischer Bedarf  (9 %) sowie zu Produkten aus dem apothekenüblichen Ergänzungssortiment (10,7 %) statt.

Spezielle Beratungsangebote der Apotheken, für die Zusatzqualifikationen - zum Beispiel im Rahmen von Weiterbildungen - erworben wurden, sind im Bereich der Diabetesberatung am häufigsten. Knapp 84 Prozent der rund 245 befragten Apothekerinnen und Apotheker verfügen über besondere Kenntnisse zu diesem Thema. Darüber hinaus werden vor allem Zusatzqualifikationen für die Themengebiete Hautpflege, Kosmetik, Sonnenschutz (76,5 %),  Asthma (69,1 %) sowie Naturheilverfahren und Homöopathie (65,4 %) erworben. Generell fällt es zwei von drei Apotheken schwer, auf bestimmte Beratungsthemen spezialisiertes Personal zu finden. Auch die Mehrwertkommunikation gegenüber den Kunden ist für viele Befragte noch ausbaufähig.

Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage der Apotheken in Deutschland ist im März erneut leicht gesunken und erreicht mit 94,8 Indexpunkten wieder einen Wert unterhalb der neutralen Marke. Rund die Hälfte aller APOkix-Teilnehmer beurteilt die aktuelle Umsatzlage ausgeglichen. Während das Urteil zur aktuellen betriebswirtschaftlichen Situation ähnlich wie im Vorjahr ausfällt, schneidet die erwartete Geschäftslage schlechter ab als noch 2014. Fast jeder vierte Befragte rechnet mit einer negativen Umsatzentwicklung.

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